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WANDERN IM ERZGEBIRGE - Geschichtliches Noch im Mittelalter empfand man allgemein Grauen vor hohen Bergen. Selbst im 19. Jhdt. bezeichnete Chateaubriand die Alpen noch als scheußlich. Ein langer Prozeß war nötig, bis in der Renaissance die Schönheit der Landschaft der Gebirge entdeckt wurde. WANDERN IM ERZGEBIRGE -Natur-Beschreibung Von Norden her erhebt sich das Erzgebirge allmählich, um dann in einem Steilabfall zum böhmischen zu enden. Wer im Erzgebirge wandert, wird ergriffen sein von der Ruhe, Erhabenheit und Ehrwürdigkeit der Landschaft. Die Gipfel des Erzgebirges ragen nur 100-200m über den Kamm empor, Der Auersberg mit seinem wohlgeformten Granitkegel, der langgezogene Fichtel- und Keilberg, die charakteristischen Basaltberge – Pöhlberg, Bärenstein, Scheibenberg. Es ist kaum zu sagen, welcher Talwanderung man den Vorzug geben soll. Alle diese Flüsse und Täler haben ihre charakteristischen, nicht vergleichbaren Schönheiten, z.B. das Schwarzwasser mit Schwarzenberg, einer wahren Perle des Erzgebirges, die Zwickauer Mulde mit dem gewerbefleißigen Aue, die Gr. Bockau, in die nach wildromantischem Lauf der Blauenthaler Wasserfall (s.eine eigene Beschreibung) mündet, bevor sie selbst die Zwickauer Mulde speist. Meist ziehen sich auf halber Höhe des Hanges schöne Wanderwege hin, von denen aus man in reicher Abwechslung Blicke ins Tal und über die Höhen hat. Im Südabfall des Erzgebirges hat die Erosion tiefer greifende Wirkungen hinterlassen als auf der Nordabdachung. Infolge der Steilheit des Abfalls fraßen sich die Bäche und Flüsse sehr tief in das Gestein hinein und arbeiteten großartige Schluchtem mit stürzenden Wassern heraus, die vielfach alpinen Charakter tragen. Es kostet Mühe vom Süden her auf den Kamm zu wandern, aber die Mühe wird reichlich gelohnt durch das Erlebnis einer reichgegliederten Landschaft. Das Auersberggebiet ist das schneesicherste Gebiet des gesamten Erzgebirges. Nicht, daß es hier mehr schneit als anderswo. Nein, der Schnee bleibt einfach länger erhalten. Hier liegt offenbar auch der Grund dafür, daß das Kammgebiet sich immer wieder als “Sächsisches Sibirien” bezeichnen lassen mußte. Während man in den Kammlagen noch bis in den April hinein Langlaufen kann, kommt in den Tälern der Frühling schon mit Macht mit einem Meer von Blüten. Ein wunderschöner Kontrast. Man könnte darüber streiten, ob eine Sommer- oder Winterwanderung im Erzgebirge schöner ist, denn ob Krokus- und Narzissenwiesen im Frühling, großflächig blühende Orchideen im Sommer, oder reiche und vielfältige Pilzvorkommen im Herbst, wer Ende Januar oder im Februar auf Schneeschuhen durch den erzgebirgischen Winterwald streift, kennt jedenfalls die Schönheit dieser leuchtenden und strahlenden Tage. Außer dem Kammweg, der zum größten Teil über die böhmische Seite des Erzgebirges führt, und einer Reihe von Talwanderungen hatte der Erzgebirgsverein drei Höhenwege markiert, die alle beim Kuhberg im westlichen Erzgebirge begannen. Eine einzelne Beschreibung der Wege ist zwar zu umfangreich, doch hier sind wenigstens die Routen................................... |
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